Friedrich Jentsch

Friedrich Jentsch

* 05.07.1941
† 18.01.2021
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Pionier der Strahlentherapie

26.01.2021 um 12:25 Uhr von Westfalen-Blatt

Im Alter von 79 Jahren ist am vergangenen Montag Dr. Friedrich Jentsch, langjähriger Chefarzt des Franziskus Hospitals, gestorben. Er war einer der Pioniere der Strahlentherapie.

Jentsch, der gebürtig aus Gießen stammt, begann seine Laufbahn in Göttingen und galt früh als Spezialist für Krebsbekämpfung mittels der noch jungen Radiotechnik. 1986 hat er die Leitung der neu gegründeten Klinik für Strahlentherapie übernommen und war 20 Jahre lang ihr Chefarzt. In seiner vorherigen Wirkungsstätte am Universitätsklinikum Göttingen, sagt Klösterchen-Geschäftsführer Dr. Georg Rüter, hatte er seine Expertise im Umgang mit Linearbeschleunigern erworben. Die wurden seinerzeit noch nicht außeruniversitär betrieben. Unter der Führung von Jentsch wurde das erste Gerät dieser Art in Ostwestfalen in der Krebstherapie eingesetzt. Das stieß, so Rüter, „aufgrund des hohen Innovationscharakters“ durchaus auch in der Fachwelt auf Widerstände.

Maßgeblich hat Jentsch auch daran mitgewirkt, die Strahlentherapie nach brusterhaltender Tumoroperation in Deutschland einzusetzen. Auch bei den Patientinnen hat er dafür Überzeugungsarbeit geleistet. „Dr. Jentsch ist es mit zu verdanken, dass die Heilungserfolge so überzeugend waren, dass schon bald das neue Fachgebiet der Strahlentherapie anerkannter Partner in der Tumortherapie wurde“, würdigt sein Nachfolger Prof. Dr. Oliver Micke. Unter seiner Regie sei die Klinik stetig weiterentwickelt und mit den neuesten Technologien ausgestattet worden, ergänzt Rüter. „Wir werden die Pionierarbeit von Dr. Friedrich Jentsch als Aufgabe für die Zukunft wahrnehmen.“

Friedrich Jentsch hinterlässt Ehefrau Gabriele, vier Kinder und neun Enkel.

Nachruf aus dem Westfalen-Blatt (Ausgabe Bielefeld) vom 23.01.2021

Gedenkkerze

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Entzündet am 23.01.2021 um 09:10 Uhr

Westfalen-Blatt

vom 23.01.2021