Jörg Seyffarth

Jörg Seyffarth

* 06.04.1940
† 01.11.2020 in Lübbecke
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Stadt trauert um Jörg Seyffarth

06.11.2020 um 09:10 Uhr von Westfalen-Blatt

 

Stadtheimatpfleger 80-jährig verstorben

 

Mit tiefer Bestürzung hat die Stadt Lübbecke die Nachricht vom Tod ihres Stadtheimatpflegers und langjährigen Stadtführers Jörg Seyffarth aufgenommen. Seyffarth verstarb am Sonntag im Alter von 80 Jahren. Der gebürtige Oldenburger und studierte Maschinenbauer lebte seit 1984 in Lübbecke und lehrte am Löhner Berufskolleg. In seiner Lübbecker Wahlheimat engagierte sich Seyffarth derart vielfältig, dass er bald zu einem der bekanntesten Gesichter der Stadt wurde.

 

1997 wurde Seyffarth sachkundiger Bürger im Kulturausschuss und Gründungsvorsitzender der Musikschule Pro Musica, deren Entwicklung er über zehn Jahre entscheidend mitprägte, ehe er 2007 zum Ehrenvorsitzenden ernannt wurde. 2015 bestellte ihn Kreisheimatpfleger Friedrich Klanke als Nachfolger von Günther Niedringhaus zum neuen Stadtheimatpfleger für die Lübbecker Kernstadt.

 

Im Jahr 2005 leitete Jörg Seyffarth seine ersten Stadtführungen, die sich schnell großer Beliebtheit erfreuten. Im selben Jahr wurde er Gründungsvorsitzender des Vereins Symphonieorchester Lübbecke. 2012 rief er den Freundeskreis der Förderer der Friedhofskultur in Lübbecke ins Leben und blieb dessen Vorsitzender bis in dieses Jahr hinein. Am 9. September wurde Jörg Seyffarth in Anerkennung seiner verdienstvollen Tätigkeit und seiner engagierten Förderung des Lübbecker Friedhofs zum Ehrenvorsitzenden gewählt. Besonders engagierte er sich auch für den Tag des offenen Denkmals und setzte dabei neue Akzente.

 

Jörg Seyffarth war 30 Jahre lang Mitglied der Kantorei Lübbecke und anschließend Sänger der Seniorenkantorei Lübbecke. Als versierter Sänger hat er zum Erfolg der Aufführungen großer Chorwerke vor allem in der St.-Andreas-Kirche beigetragen. Das letzte Oratorium, das er mitgesungen hat, war die „Matthäus-Passion“ von Johann Sebastian Bach.

 

Sein Wirken strahlte über die Grenzen der Stadt hinaus. So wirkte er als Sänger und Musiker aktiv an den Gründungen der Städtepartnerschaften mit Bad Liebenwerda und Tiszakécske mit und engagierte sich auch für die Partnerschaft der Lübbecker Kantorei zu Chören in Dorchester und Bayeux.

 

Stellvertretend für Rat, Verwaltung und Bürgerschaft äußerte Bürgermeister Frank Haberbosch seine Anteilnahme: „Wir verlieren ein leuchtendes Vorbild für bürgerschaftliches Engagement, vor allem aber einen guten Freund, der für seine Stadt da war und sie stets im Herzen getragen hat. Unser tiefes Mitgefühl gilt der Familie und allen Freunden und Weggefährten.“

 

Nachruf aus dem Westfalen-Blatt (Ausgabe Lübbecke) vom 6. November 2020

Gedenkkerze

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Westfalen-Blatt

vom 05.11.2020