Detlef Jeretzky

Detlef Jeretzky

* 12.05.1952
† 03.04.2022
Erstellt von wb-trauer.de GmbH & Co. KG
Angelegt am 30.04.2022
204 Besuche

Neueste Einträge (4)

Westfalen-Blatt

vom 04.05.2022

Trauer um ehemaligen Leiter der Stadtwerke

02.05.2022 um 15:03 Uhr von Westfalen-Blatt

Mehr Zeit mit der Familie und mehr Stunden auf dem Golfplatz verbringen – das war es, was Detlef Jeretzky nach seinem Ausscheiden als Leiter der Stadtwerke Herford noch wollte. Allzu viel Zeit ist ihm leider nicht mehr geblieben. Der gebürtige Herforder ist am 3. April nach schwerer Krankheit verstorben. Er wurde nur 69 Jahre alt.

Als Stadtwerkeleiter und Geschäftsführer der städtischen Holding HVV war er an vielen wichtigen Weichenstellungen für die Stadt Herford beteiligt. Gemeinsam mit dem ehemaligen Prokuristen Horst Petring bildete Detlef Jeretzky in der Stadtwerkeführung ein Gespann, bei dem der eine sich auf den anderen zu 100 Prozent verlassen konnte.

Die Rekommunalisierung der Stromnetzgesellschaft nannte Detlef Jeretzky selbst einmal ein Meisterstück. Dabei sprach er nicht über den Verhandlungsmarathon, den er selbst vor der Gründung der kommunalen Westfalen Weser Energie GmbH & Co. KG (WWE) im Jahr 2013 geführt hat, sondern er hob das Verhandlungsgeschick seines Prokuristen Horst Petring und die Standhaftigkeit und das Engagement des damaligen Bürgermeisters Bruno Wollbrink hervor.

Von dem guten Deal profitiert die Stadt noch heute – und zwar in Millionenhöhe. Am 1. Juni 1977 hatte Detlef Jeretzky seine Laufbahn als Betriebsingenieur bei den Stadtwerken Herford begonnen. 1992 rückte er in die Geschäftsführung auf. Seit 2002 war er außerdem Geschäftsführer der städtischen Holding HVV. Am 31. Januar 2018 verabschiedete er sich in den Ruhestand. Eigentlich wollte er schon früher gehen, aber in jener Zeit gab es viele Veränderungen in Führungspositionen bei der Stadt und er wurde gebeten zu bleiben. Und Detlef Jeretzky blieb.

Für den langjährigen Stadtwerke-Geschäftsführer war das Freizeitbad H2O an der Wiesestraße „eine Herzensangelegenheit“. Auch, weil es bei dessen Bau 1996 viel Widerstand gab. »Es ist ja damals beschlossen worden, das Otto-Weddigen-Bad abzureißen. Mit diesem Bad haben viele Herforder schöne Erinnerungen verbunden. Im Übrigen auch ich«, betonte Jeretzky in einem Interview, das diese Zeitung mit ihm 2018 geführt hat. Im Laufe der Jahre hat sich das H2O zum Marktführer in der Region entwickelt.

Mit großem persönlichen Engagement und manchmal auch auf Kosten seiner eigenen Gesundheit hat sich Detlef Jeretzky an exponierter Stelle für die Belange der Stadt Herford eingesetzt. Von dem, was er Zeit seines Arbeitslebens erreicht hat, profitiert die Stadt Herford noch heute. Dafür gebührt ihm Dank und Respekt.

Nachruf aus dem Westfalen-Blatt (Ausgabe Herford) vom 30. April 2022

Gedenkkerze

www.westfalen-blatt.de

Entzündet am 30.04.2022 um 08:23 Uhr

Westfalen-Blatt

vom 30.04.2022