Eva Heidemann

Eva Heidemann

geb. Gehroldt
* 26.09.1933
† 20.03.2022
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Westfalen-Blatt

vom 30.04.2022

Gedenkkerze

Silke Noelmans-Marburger

Entzündet am 26.03.2022 um 00:08 Uhr

Eine ganz besondere Frau hat sich zur Ruhe begeben.. möge sie da wo sie jetzt ist in Frieden sein

Christdemokratin mit Stil

25.03.2022 um 12:45 Uhr von Westfalen-Blatt

Eva Heidemann, frühere Landtagsabgeordnete und in Rahden bekannte CDU-Politikerin, ist am Sonntag im Alter von 88 Jahren gestorben. Bis zum 80. Lebensjahr war sie als selbstständige Apothekerin in Bünde tätig. Heidemann hinterlässt ihre drei Kinder Bernd, Jörg und Friederike sowie drei Enkelkinder.

Geboren wurde sie als Eva Gehroldt am 26. September 1933 in Herford. 1951 zog Eva mit ihren Eltern nach Bünde. Dorthin war die Wittekind-Apotheke ihres Vaters verlegt worden. Nach ihrem Abitur 1954 und einem pharmazeutischen Praktikum studierte sie von 1956 bis 1959 Pharmazie an der Universität Würzburg. 1960 heiratete sie den aus Herford stammenden Tierarzt Dr. Siegfried Heidemann und zog mit ihm nach Rahden. Gemeinsam bauten sie eine Landtierpraxis auf.

27 Jahre lang war Heidemann „nur Hausfrau“ und kümmerte sich um die Familie. 1987 meisterte sie den Wiedereinstieg in ihren Beruf und übernahm die elterliche Apotheke in Bünde. Schon 1976 hatte die spätere Landtagsabgeordnete den Kontakt zur CDU gefunden, war seitdem bis 1988 Vorsitzende der damaligen CDU-Frauenvereinigung Rahden und von 1979 bis 1999 Mitglied des Rates, in dem sie als zweite stellvertretende Bürgermeisterin fungierte.

Eva Heidemann war vom 11. März 1992 bis 31. Mai 1995 und erneut vom 6. Oktober 1999 bis 1. Juni 2000 Mitglied des Landtags, in den sie jeweils nachrückte.

Familien- und sozialpolitische Themen waren ihr als überzeugter Christdemokratin besonders wichtig. Sie ging auf die Menschen zu. Im Rat versuchte sie immer – trotz aller politischen Auseinandersetzungen –, Kompromisse zu finden. Ihr lagen die heimischen Vereine am Herzen, in zahlreichen war sie Mitglied. Im Sozialverband etwa oder in der evangelischen Kirchengemeinde war sie lange aktiv.

Der Kreisvorsitzende der CDU Minden-Lübbecke Dr. Oliver Vogt sagt dazu: „Die Nachricht vom Tod Eva Heidemanns trifft uns sehr. Unsere Gedanken sind in diesen schweren Tagen bei ihrer Familie. Mit Eva Heidemann verliert die CDU Minden-Lübbecke eines ihrer wichtigsten Mitglieder. Egal um welches Amt es ging, hat Eva Heidemann immer das C im Parteinamen ernst genommen und Politik auf Basis unseres christlichen Menschenbildes gemacht.“

Bianca Winkelmann, Vorsitzende der CDU in Rahden und selbst Abgeordnete im Landtag, ergänzt: „Eva Heidemann war so etwas wie die Grande Dame der CDU Rahden – sehr charismatisch und immer höflich und freundlich. Was ich an ihr bewundert habe, ist wie sie einerseits für konservative Werte einstand und gleichzeitig Wegbereiterin für viele Frauen in der Politik war.“ Als eine der ersten Frauen, die in der Rahdener Kommunalpolitik Verantwortung übernahm, habe sie der nachfolgenden Generation Türen geöffnet.

Nachruf aus dem Westfalen-Blatt (Ausgabe Herford) vom 24. März 2022

Gedenkkerze

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Entzündet am 23.03.2022 um 08:42 Uhr

Westfalen-Blatt

vom 23.03.2022