Herbert Sander

Herbert Sander

* 28.01.1934
† 05.10.2019
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Westfalen-Blatt

vom 16.11.2019

Trauer um Herbert Sander

14.10.2019 um 09:58 Uhr von Westfalen-Blatt

Im Alter von 85 Jahren ist der Scherfeder Vollblutmusiker Herbert Sander verstorben. Der Musikverein Scherfede verliert damit nicht nur eines seiner Ehrenmitglieder, sondern vor allem auch einen guten Kameraden und ausgezeichneten Instrumentalisten. Gemeinsam mit seinen bereits verstorbenen Mitstreitern Paul Vonde und Josef Linkert bildete Herbert Sander in den Nachkriegsjahrzehnten ein unnachahmliches Gespann im Trompeten- und Flügelhornsatz, das seinerzeit im Warburger Land und weit darüber hinaus musikalische Maßstäbe setzte.
1951 trat Sander mit 17 Jahren in den Musikverein ein und leistete dort nach dem Krieg Aufbauarbeit, nachdem der Verein drei Jahre zuvor wieder ins Leben gerufen worden war. Über 60 Jahre lang wirkte er bis ins hohe Alter im Hauptorchester mit. Zudem war er lange Zeit im Salon- und Tanzorchester des Vereins aktiv und natürlich auch bei den Scherfeder Dorfmusikanten, dessen Gründungsmitglied er war. Jahrzehntelang war er darüber hinaus fester Bestandteil der sogenannten »Beerdigungsmusik« für verstorbene Schützenbrüder.
Sein Engagement war auch im Jagdhornbläserkorps des Hegerings groß, dem er viele Jahre als musikalischer Leiter vorstand. Er führte die Jagdhornbläser zu musikalischen Spitzenleistungen heran. So errangen sie unter Sanders Führung bei den Wertungsspielen auf Landesebene sage und schreibe zehn Mal die höchste Auszeichnung »Hornfesselspange in Gold«.
Neben Ehrungen des Volksmusikerbundes NRW für seine 25-, 40- und 50-jährige Mitgliedschaft im Musikverein erhielt Herbert Sander 2011 von der Bundesvereinigung Deutscher Musikverbände den Ehrenbrief und die Ehrennadel in Gold mit Diamant für 60 Jahre aktives Musizieren. Bereits im Jahr 1996 wurde er für seine Verdienste durch einstimmigen Beschluss der Mitgliederversammlung zum Ehrenmitglied des Musikvereins Scherfede ernannt.
Neben seinem musikalischen Können bleibt Herbert Sander seinen Scherfeder Musikkollegen aber vor allem als guter Freund und liebenswerter Mensch in Erinnerung. Unvergessen sind seine gern in geselliger Runde vorgetragenen Lieder und Anekdoten und seine humorvollen, manchmal auch etwas derben Sprüche, die er mit einem schelmischen Augenzwinkern zum Besten gab.
Aber auch wenn es galt, tatkräftig mit anzupacken, war Herbert Sander stets zur Stelle. So zeichnete er sich beispielsweise beim Bau des Musikhauses für die gesamten Holzarbeiten verantwortlich. Nicht nur aus diesem Grund wurde ihm zu Ehren der Weg vor dem Musikhaus von seinen Musikkollegen scherzhaft in »Herbertstraße« umgetauft.
»Mit Herbert Sander geht eine große Persönlichkeit und vor allem auch ein guter Freund und herausragender Musiker von uns. Wir werden ihm ein ehrendes Andenken bewahren. Unser Mitgefühl gilt seiner Familie und vor allem auch seiner Schwester, die ihn all die Jahre bei seinem Wirken im Musikverein unterstützt hat«, so der Vorsitzende Kai Amelunxen.

 

Nachruf aus dem Westfalen-Blatt (Ausgabe Warburg) vom 10.10.2019

Gedenkkerze

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