Jürgen Kies

Jürgen Kies

* 18.04.1939
† 11.10.2019
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CDU-Ratsherr und Seniorenunion-Chef Jürgen Kies verstorben

21.10.2019 um 13:51 Uhr von Westfalen-Blatt

Er stand als CDU-Ratsherr und Vorsitzender der CDU-Seniorenunion noch mitten im aktiven politischen Leben: Jürgen Kies ist im Alter von 80 Jahren nach schwerer Krankheit in der Nacht zum vergangenen Freitag gestorben. Er hinterlässt Ehefrau Ina, zwei Kinder und mehrere Enkelkinder – und in seiner Partei eine große Lücke.

»Er war ein lockerer, aber verlässlicher Kollege«, sagt CDU-Fraktionsvorsitzender Herbert Mikoteit. Josef Schultmayer, sein Vorgänger an der Spitze der Seniorenunion, lobt sein Durchsetzungsvermögen. Zudem sei er kritisch im positiven Sinne gewesen.

Seit 2006 war Jürgen Kies in der Steinhagener CDU aktiv. Für seinen Ruhestand, das hatte sich der gebürtige Berliner immer vorgenommen, wollte er sich politisch engagieren. Während seines Berufslebens war dafür keine Zeit. Der Diplom-Ingenieur war bei Reemtsma in Hamburg beschäftigt, bevor er 1991 als Betriebsleiter zur Haller Firma Sengewald kam und mit Ehefrau Ina nach Amshausen zog.

Mit dem Ruhestand begann das politische Leben des Jürgen Kies, zunächst als Sachkundiger Bürger im Ausschuss für Arbeit und Soziales. Seit der Kommunalwahl 2009 war er Ratsmitglied, arbeitete im Bauausschuss und im Ordnungs- und Umweltausschuss mit, dessen stellvertretender Vorsitzender er war. 2014 kam es ihm, dem Alterspräsidenten des Steinhagener Gemeinderates, auch zu, Bürgermeister Klaus Besser ins Amt einzuführen. »Er war mit Leidenschaft im Rat«, so Mikoteit. Von März 2007 an stand die Führungskraft Jürgen Kies zudem an der Spitze der Steinhagener Seniorenunion. »Das hat ihm Spaß gemacht, und wir hatten schließlich auch Erfolge zu verzeichnen«, sagt Josef Schultmayer. Er habe die Seniorenunion damals mit 100 Mitgliedern an Kies übergeben – heute seien es um die 130. Vielleicht lag das an Jürgen Kies Art, seine Anliegen – und die der Senioren – pointiert auf den Punkt zu bringen. Denn neben dem Klimawandel, den er differenziert sah, prangerte er vor allem Altersdiskriminierung in jeder Form an. »Notare dürfen nur bis 70 Jahre, Schöffen dürfen nur bis 69 arbeiten, um zwei Beispiele zu nennen – aber warum? Die kann man nicht geistig und körperlich über einen Kamm scheren, nur weil sie auf dem Papier eine Altersgrenze überschreiten. Auch in den Parlamenten sind die Senioren unterrepräsentiert«, hat Jürgen Kies noch in diesem Jahr bei einer Veranstaltung gesagt.

Und er war an Hintergrundinformationen aus der »großen« Politik interessiert und holte entsprechende Referenten nach Steinhagen. Ralph Brinkhaus, CDU/CSU-Bundestagsfraktionsvorsitzender, war häufiger Gast, »Mister Europa« Elmar Brok war ebenfalls da.

 

Nachruf aus dem Westfalen-Blatt (Ausgabe Steinhagen) vom 15.10.2019

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vom 19.10.2019