Karl-Erich Oldemeyer

Karl-Erich Oldemeyer

* 17.04.1953
† 24.09.2018
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Hanfbauer Oldemeyer ist gestorben

08.04.2019 um 15:22 Uhr von Westfalen-Blatt

Der Landwirt Karl-Erich Oldemeyer ist tot. Er starb am Montag im Alter von 65 Jahren. Einer breiteren Öffentlichkeit ist Karl-Erich Oldemeyer Ende der 90er und zu Beginn der 2000er Jahre als Hanfbauer ein Begriff geworden.

Denn für diesen nachwachsenden Rohstoff mit vielseitiger Nutzmöglichkeit setzte sich der Theenhausener bereits leidenschaftlich ein, als der Hanf in der Öffentlichkeit noch als mögliches Rauschmittel wahrgenommen wurde, das vor allem unter staatliche Kontrolle gehört. Es war der unermüdlichen Aufklärungsarbeit von Karl-Erich Oldemeyer und des »Verein zur Förderung des Anbaus und der Verwertung von Hanf«, dessen Vorsitzender er war, zu danken, dass aus kleinen Feldversuchen in Werther 2003 einem größeren Projekt der Boden bereitet wurde. Der Wertheraner Unternehmer Wilfried Tiede hatte mehrere Investoren zusammengebracht, um auf seinem Gelände eine millionenschwere Hanf-Verwertungsanlage aufzubauen. Karl-Erich Oldemeyer, damals Vorsitzender der Hanfbauern NRW, hatte ein Nutzungskonzept für die Hanffasern mit entwickelt, sodass der Rohstoff auch in der Industrie sinnvolle Verwendung finden konnte. Zusammen mit Hanfbauer Joachim Klack hatte Oldemeyer 2003 ein Verfahren zum Patent angemeldet, durch das Hanfstroh schnell und rationell in Fasern und Schäben getrennt werden konnte.

Das Projekt wurde zwar seinerzeit politisch gelobt, doch Unstimmigkeiten unter den Gesellschaftern stoppten am Ende die Ausbaupläne, führten am Ende 2005 gar zur Insolvenz. Auch danach setzte sich Oldemeyer weiter für Hanf ein, doch der Theenhausener trat nur noch selten in die Öffentlichkeit.

 

Nachruf aus dem Westfalen-Blatt vom 27.09.2018

Gedenkkerze

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Entzündet am 27.09.2018 um 08:27 Uhr

Westfalen-Blatt

vom 27.09.2018