Reinhard Kehmeier

Reinhard Kehmeier

† 27.02.2021
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Angelegt am 13.03.2021
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Gedenkkerze

Gerold Obst

Entzündet am 09.04.2021 um 11:42 Uhr

Mein herzliches Beileid an die Familie von unserem lieben Kollegen Kehmi.

Ein geschätzter Kollege und ein guter Freund

18.03.2021 um 09:37 Uhr von Westfalen-Blatt

„So long, Reinhard, vom Schreibtisch nebenan“ – mit diesem Gruß hatte Reinhard Kehmeier vor gut acht Jahren den Glückwunsch an einen Kollegen aus der Vlothoer Redaktion zu dessen runden Geburtstag unterschrieben. Ein Gruß, der viel aussagt über den Kollegen und Menschen Reinhard Kehmeier: Er war stets kollegial, freundschaftlich und blickte auch irgendwie immer mit einem Augenzwinkern auf die Dinge. Diese Gelassenheit hatte ihm seine damals schon 40-jährige Tätigkeit als WESTFALEN-BLATT-Redakteur in den Lokalredaktionen in Minden, Bad Oeynhausen, Rahden, Bielefeld und seit 2008 in Vlotho gegeben. Ende Januar ist Reinhard Kehmeier im Alter von 70 Jahren völlig unerwartet verstorben.

Reinhard Kehmeier erblickte 1950 in Rinteln das Licht der Welt. Er wuchs dort auf, machte sein Abitur und wollte zunächst einen ganz anderen Berufsweg einschlagen. Er studierte in Münster Betriebswirtschaftslehre, ging nach London und arbeitete dort in einem Buchhandel, um danach in seinem Heimatort als Volontär den Journalismus von der Pike auf zu lernen. Nach einer kurzen Station in einer Redaktion in Burgdorf bei Hannover fing er im Jahr 1973 beim WESTFALEN-BLATT an und wurde mit seiner Familie in Hüllhorst heimisch.

Reinhard Kehmeier oder „Kehmi“, wie ihn die Kollegen auch liebevoll nannten, kannte die Menschen seiner ostwestfälischen Heimat gut, berichtete über ihre Sorgen und Nöte, ihre Feste und Hobbies – und teilte auch ihren oft trockenen Humor.

Als passionierter Langstreckenläufer, der regelmäßig im Trikot des WESTFALEN-BLATTS am Hermannslauf teilnahm, kannte er zudem Stock und Stein seiner Heimat im Mühlenkreis und Wiehengebirge. Daher fanden die Anliegen der Heimatvereine, Natur- und Vogelschützer aus der Region bei ihm stets ein offenes Ohr. Über Beginn oder Ende der Storchen-Saison waren so auch die übrigen Kollegen immer auf dem neuesten Stand.

Gefreut hat Reinhard Kehmeier sich daher auch über das Geschenk seiner Vlothoer Redaktion anlässlich seiner Verabschiedung in den Ruhestand im Jahr 2015: einen Rundflug über den Weserbogen, bei dem er einmal selbst die Vogelperspektive einnehmen konnte.

Im Ruhestand fand er dann mehr Zeit für Haus und Garten, die Familie mit Sohn und Enkel am fernen Niederrhein und natürlich für seine Frau Marianne, mit der er gerne Reisen unternahm. Zuletzt waren beide im Spätsommer vorigen Jahres mit ihren E-Bikes auf der Ostseeinsel Rügen unterwegs. Sobald das Reisen wieder möglich sein würde, sollte die nächste gemeinsame Tour an den Bodensee führen.

Den Horizont zu erweitern, das wollte der vielseitig interessierte und belesene Kollege auch im Ruhestand nicht missen. Bis zuletzt hielt er Kontakt zu den Kollegen in Vlotho und blieb so stets auf dem Laufenden, was sich in der Weserstadt und bei seinem WESTFALLEN-BLATT so tat. In diesem Sinne: „So long Reinhard, wir werden Dich vermissen.“

Nachruf aus dem Westfalen-Blatt (Ausgabe Vlotho) vom 13.03.2021

Gedenkkerze

www.westfalen-blatt.de

Entzündet am 13.03.2021 um 08:29 Uhr

Westfalen-Blatt

vom 13.03.2021